@KingDima:
Nun, Du gehst ja nicht in einen Underground Fight-Club, sondern zu einem qualifizierten Trainer in einem Boxsport-Verein.
Das Erste, was ein guter Trainer Dir übermittelt, ist der Umgang mit den eigenen Empfindungen,
eigenem Körper und deren & dessen von Deinen Partnern: Schmerzgrenze lernen, Schwachstellen am Körper studieren,
die ganze Funktionalität des menschlichen Körper in der direkten Praxis.
Du lernst, dass die Schlagkraft nicht aus dem Arm allein, sondern eigentlich aus der Hüfte,
aus der Körperdrehung kommt. Du begreifst, dass Du anhand bestimmter Abläufe,
die bei allen menschlichen Wesen gleich sind, die nächste Bewegung Deines Kontrahenten im voraus erkennen kannst.
Und so weiter – das alles macht riesig Spaß, sobald man anfängt, das bewusst einzusetzen.
Ein guter Kampfsportler orientiert sich in Physiologie des menschlichen Körpers, er kennt die empfindlichen
und die robusten Stellen, und geht mit denen dementsprechend „sportlich“ um.
Warum
prügelt man sich nicht auf der Straße, sondern geht in eine Kampfsportschule?
Kontrolle, Kenntnisse, Beherrschung sind der rohen ungestümen Gewalt viel überlegener.
Den Gegner kampfunfähig zu machen und dabei ihn nicht unnötig zu verletzen – das ist die Kunst die Du lernst.
Ich könnte ja das entfernt mit der Sprengung von einem alten Haus vergleichen.
Es gibt ja Möglichkeit, alles einfach in einer Explosion hochfliegen zu lassen, ohne Vorbereitung, ohne Planung,
um dabei nicht nur das Haus zu vernichten, sondern die nähere Umgebung und alles Dazugehörige ernsthaft zu gefährden.
Das wäre dann rohe Gewalt.
Die viel intelligentere Methode wäre die gezielte kontrollierte Sprengung nach allen Regeln der Technik:
hiermit wird nur das Ziel zerstört und alles andere bleibt unberührt.
Noch ein anderer Aspekt: der menschliche Körper kann beim gezielten Training sich endlich mal richtig entfalten.
Die meisten Menschen ahnen nicht, was sie alles eigentlich können, weil sie das nie probieren.
Dabei setzt man sich lieber den anderen Gefahren viel öfter aus:
schnell Autofahren, verseuchte Lebensmittel zu verzehren etc.
Fazit: keine der Sportarten lehrt Dich besseren Umgang mit Verletzungsrisiken und Schmerzwahrnehmung als die Kampfsportarten.
Bei einem guten Boxtrainer bist Du bestens aufgehoben, richtig abgehärtet und lernst auch die nötige Disziplin,
Deine Kenntnisse nie launisch einzusetzen - was kann Dir besseres passieren?