Hallo,
Kindertraining, grade im dem alter, hat viel mit Spielen zu tun. Aber es gibt genug spiele die schon etwas mit dem Sport und den dahinter gewollten Zielen zu tun hat. Doch dazu später mehr.
Erst einmal, ist meiner Meinung nach, 6-10Jahre genau das richtige Alter, um mit dem Boxen oder irgendeiner Sportart ( außer Fitness

) anzufangen. Denn grade in diesem Alter kann man sehen ob ein Sportler dafür geeignet ist oder nicht. Sprich Koordination usw. Denn nur so kann man wirklich Talente sichten, ausbilden und zu einem eventuell großen Sportler machen. Ich selbst habe mit sieben angefangen das Boxen zu erlernen. Klar habe ich Fußball, Karate und Basketball ausprobiert, aber ich bin beim Boxen geblieben. Für mich war es gut, so eine Sportart ausgeübt zu haben und aus zu üben, denn statt aggressiv zu werden wurde ich eher ausgeglichen. Denn nach einem harten Training hatte ich keine Lust mehr „Scheiße“ zu bauen. Jedenfalls nicht, Anderen mit Absicht, Gewalt an zu drohen oder es an Ihnen aus zu probieren. Das ist in meinen Augen, eine total falsche Sichtweise des Kampfsports. Mist gebaut hat jeder und ich wahrlich genug. Doch Ich bin nicht aggressiv und gewalttätig, weil ich Boxen von Anfang an erlernt habe! Und bis jetzt hat es mir auch nicht geschadet. Mit denen ich trainiert und zusammen gekämpft habe, geht es genau so.
So jetzt zum Kindertraining:
Ich habe in Hamburg letztes Jahr( drei, vier Monate) eine Kindertruppe, aber auch Erwachsene und Jugendliche mit meinem Onkel zusammen trainiert. Am Anfang bestand die Trainingsgruppe aus allen Altersklassen. Die wurden erstmal aufgeteilt. Mit den Kindern war es am Anfang auch nicht einfach, die Gruppe bestand zu dem aus den verschiedensten Nationalitäten. Disziplin war ein Fremdwort. Doch als später Struktur dank meines Onkels rein gebracht wurde, lief das Training reibungslos.
Wie? Vor dem Training ließen wir antreten, mit Sport frei usw. Das wichtigste ist die Kommunikation während dieser „Phase“ ,man kann den Kindern Fragen stellen und sie lernen dabei ruhig und ordentlich in einer Reihe zu stehen. Hört sich sehr militärisch an, aber die Wirkung liefert den Beweis. Es gab natürlich auch Spiele und Fußball war eins davon, ich mochte es immer, wenn Fußball auf dem Programm stand. (Verletzungen sind natürlich eine Gefahr)! Man kann aber auch z.B. Feuer, Wasser, Sturm spielen oder versch. Koordination Übungen machen, so wie du es schon beschrieben hast. Doch klar muss man ihnen auch Boxen beibringen, darum geht es ja. Das das nicht immer Spaß macht, ist auch eindeutig. Doch grade im diesem Alter finde ich, spielt der Spaß eine ganz wichtige Rolle. Man braucht ein gewisses Händchen für den Umgang mit den kleinen, man muss ihnen ein Ventil für ihre noch ungebremste Aktivität geben. Ich weiß es waren nicht viele Tipps, es gibt von anderen Trainern hier sicherlich noch viel mehr zu diesem Thema.
Ich wünsche die viel Erfolg mit den Kleinen, sie sind die Talente und großen Boxer von morgen. Und selbst wenn nicht alle die Überflieger werden, haben auch wir als Trainer einen ganz großen Anteil an ihrer Entwicklung und Erziehung. Auch wenn man sich manchmal mehr als Sozialarbeiter fühlt und nicht als Trainer, muss man sich seiner riesen Verantwortung bewusst sein.
LG Raiko