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  #1 (permalink)  
Alt 06.11.2011, 22:12
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Standard meidbewegungen

wie macht ihr das mit den meidbewegungen?? wartet ihr einfach darauf, dass sich ein schlag ankündigt und macht dann bei der kleinsten bewegung einfach irgendeine beliebige meidbewegung??
oder achtet ihr genau drauf, welchen schlag der gegner ausführt (haken, gerade, ..), und macht dann darauf die passende meidbewegung??

Es wäre ja ziemlich unvorteilhaft, bei einem seitwärtshaken, eine meidbewegung zur seite zu machen, da man ja direkt in schlag "reinmeiden" würde.
allerdings finde ich es auch ziemlich schwierig, eine meidbewegung zum passendem schlag zu machen. denn man muss ja erst erkennen, um welchen schlag es sich handelt, bevor man irgendwas macht. und dafür hätte man ja eigentlich nicht genug zeit.

also wie macht ihr das??

Geändert von boxer123 (06.11.2011 um 22:15 Uhr).
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  #2 (permalink)  
Alt 07.11.2011, 04:41
Benutzerbild von Josef Riehl
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Ausrufezeichen

Meidbewegungen gehören zu den Abwehrtechniken im Boxen:Rückneigen,ausrollen,Knicksen,Schulterblock, Oberarm-oder Unterarmblock,pendeln mit dem Oberkörper ect.! Meidbewegungen werden situationsangemessen verwendet,genauso wie die Ausweichbewegungen! Der Unterschied zwischen einer Meid-und einer Ausweichbewegung ist die,dass bei der Ausweichbewegung ein Schritt mit dabei ist!
Rückschritt,Seitschritt oder Sidestep sind Ausweichbewegungen und ob Du jetzt eine Ausweichbewegung oder eine Meidbewegung machst,solltest Du nach erfolgreichem Durchführen, sofort den Gegenangriff starten! Schläge sieht man oft,oder man erahnt sie auch oft,man reagiert instinktiv und leitet situationsangemessen den Gegenangriff ein! Diese passiven(Meidbewegungen) oder aktiven(Ausweichbewegungen) werden in der Grundschule in den Vereinen geübt!
Du solltest in einen Verein gehen und diese Bewegungen auch erlernen. Jeder Trainer wird Dir diese Bewegungen zeigen können,da wir in Deutschland alle die gleiche Trainerausbildung haben!
Viel Erfolg beim Üben!!
MfG
Josef
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  #3 (permalink)  
Alt 07.11.2011, 16:11
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Standard

Natürlich muss man eine Meidbewegung machen, die zum Angriff passt.
Das ist nicht so einfach und es erfordert einige Übung, den Schlag zu sehen.
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  #4 (permalink)  
Alt 07.11.2011, 19:56
Benutzerbild von Josef Riehl
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Hallo Zack,eine Meidbewegung ist eine Verteidigungstechnik und wird also in der Verteidigung benützt,um einen Schlag zu meiden! Im Angriff wird oft der Gegner durch eine Aktion getäuscht,damit er darauf reagiert! So wird dann situationangemessen ausgewichen um dann den Gegenangriff zu starten!
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  #5 (permalink)  
Alt 08.11.2011, 21:27
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Ich find auch des ist fast mit das schwierigste ich denke ettliche Stunden Training sind dafür notwendig bis man ein Gefühl dafür bekommt . Da happerts auch noch bei mir , leider
Gruss Weberix
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  #6 (permalink)  
Alt 09.11.2011, 04:36
Benutzerbild von Josef Riehl
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Das ist sicher nur eine Frage der Zeit,bzw.des Übens! Einfach in Partnerübungen verschiedene Kampfsituationen üben und es wird zur Routine,ganz sicher!!!

MfG
Josef
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  #7 (permalink)  
Alt 09.11.2011, 12:17
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Beiträge: 169
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Etwas allgemeines zum Erlernen von Bewegungen bzw. motorischem Lernen.

Ich habe mich in letzter Zeit ein wenig mit diesem Thema beschäftigt und hier eine Erkenntnis:

Der Menschliche Körper verfügt über verschiedene Regelkreise. Regeln bedeutet das man eine Vorgabe (die richtige Bewegung) hat, und eine Rückkopplung durch die Sinne hat (sehen, fühlen). Beim erlenen der Bewegung führen wir diese bewusst aus und kontrollieren uns, bzw. erhalten Rückkoplung vom Trainer. Dies ist der sogenannte erste Regelkreis, der durch das bewusste Wahrnehmen gekennzeichnet ist.

Wird die Bewegung nun immer wieder durchgeführt, so übernimmt der zweite Regelkreis die motorische Steuerung der Bewegung. Die Bewegung wird sozusagen selbstversändlich und geht 'in Fleisch und Blut' über. Der zweite Regelkreis ist dadurch gekennzeichnet, dass man die bewegung nicht mehr bewusst steuert, sondern sie wie von selbst von der hand geht. Der vorteil des zweiten Regelkreises ist, dass er sehr schnell funktioniert, und nicht durch das 'Bewusstsein' gebremst wird.

Wichtige Schlussfolgerungen fürs Training:
1) Die Bewegung muss Korrekt einstudiert werden, damit sie auch korrekt 'abgespeichert' wird, nur dann kann man eine erlernte Bewegung schnell UND korrekt ausführen. Falsch hinterlegte Bewegungsmuster sind schwer zu korrigieren

2) Ist die Bewegung einmal korrekt gespeichert, sollte man sie während dem Wettkampf auch immer dem zweiten Regelkreis überlassen und nicht mehr bewusst ausführen. Das Bewusstsein bremst und hindert teilweise den Körper daran das antrainierte korrekt auszuführen. Das bewusstsein sollte sich auf 'höhere' aufgaben wir taktik, strategie etc. konzentrieren.

Wer also im Ring noch mal darüber nachdenkt ob er den Linken haken korrekt ausführt macht etwas falsch!

3) Beim Üben: ÜBEN ÜBEN ÜBEN !

Dies ist den meisten Sportlern und Trainern natürlich aus der Erfahrung und Praxis bekannt. Dies hier soll der Motivation dienen und empirisches Wissen mit etwas Theorie untermauern.

Viel Spass und Erfolg beim Training!

P.S. ein driter Regelkreis ist der 'reflektorische Regelkreis'
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  #8 (permalink)  
Alt 18.11.2011, 15:51
Fen Fen ist offline
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Standard

das war eine super antwort!

hier noch mein Senf dazu:
wir trainieren alle möglichen Meidbewegungen immer und immer wieder im Training und ich schaue mir immer bewusst den Gegner an und nehme mir vor, seinen Schlägen auszuweichen.

Das hat noch nie geklappt

Und jetzt noch 1,5 Jahren Training ist es einfach passiert...
Gegner: Linke Gerade
Ich: Kopf nach rechts weggestreckt
Gegner: Haken
Ich: Drunter durchgeduckt in U Form und Seitwärtshaken folgen lassen

Danach hab ich mich so darüber gefreut, dass ich 2 Gerade kassiert habe...

aber das war ein tolles Gefühl. Es ist vor allem einfach passiert, da wir zu schnell zum denken waren...

Einfach immer schön und sauber trainieren. Der Rest kommt dann mit der Zeit!

Beste Grüße

Fen
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  #9 (permalink)  
Alt 18.11.2011, 19:35
Benutzerbild von Josef Riehl
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Ort: 78467 Konstanz
Beiträge: 1.093
Daumen hoch

Hallo Fen, das nächste Mal machst Du eine "Ausweichbewegung",d.h.Du machst einen kleinen Schritt nach rechts,damit Du der FH des Gegners ausweichst,sobald Du den Schritt ausgeführt hast,sofort Gegenangriff mit der SH Gerade zum Kopf und langer Aufwärtshaken mit der FH zum Körper,Sicherheitsstoss mit der FH Gerade zum Kopf zum lösen und positionieren! So wird das im DBV von den Trainern gelehrt!Andere Möglichket ist:Gegner schlägt FH Gerade z.Kopf,Gegenangriff ist SH zum Körper,SWHK FH z.Kopf,AWHK SH im Diagonalschritt z.Kopf,SWHK FH z.Kopf,mit Sicherheitsstoss FH Gerade lösen und positionieren!

MfG
Josef
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  #10 (permalink)  
Alt 19.11.2011, 10:28
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Registriert seit: 24.09.2011
Beiträge: 73
Standard Den Kampf gewinnen...

Wer trifft und selbst nicht getroffen wird, der gewinnt den Kampf!

So einfach, so gut. Das bedeutet, dass das Üben der Verteidigung genauso zu gewichten ist wie der Angriff. Josef hat schon ausführlich und sehr richtig beschrieben, was Verteidigung im Boxen beinhaltet. Ein methodisches Training führt letztendlich zur Automatiesierung und nur dann funktioniert die Verteidigung. Ein guter Leistungsboxer schlägt drei Hände in weniger als einer Sekunde, da kann man nicht lange überlegen, es muss automatisch reagiert werden.

Die Verteidigung kann genauso Teil des Angriffs sein, nämlich in der Angriffsvorbereitung der dann die Angriffsdurchführung folgt.

Daher, Meiden und Ausweichen immer in Verbindung mit den Schlägen üben. Einzelarbeit, Schattenboxen, Partnerübung und bedingtes Sparring sind gute Trainingsmittel damit es dann im freien Sparring und im Kampf läuft.

"You do in the ring what you train in in the gym!"

Guckt mal in unserem Video, da sieht man Beispiele im Training und im Kampf.
__________________
http://www.youtube.com/watch?v=bpB_CWzGpQI


"Superman don't need no seatbelt!"
-Muhammad Ali-
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