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Alt 24.07.2011, 23:01
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Standard Boxen als Selbstverteidigung

Was gibt es zu beachten, wenn man ohne Handschuhe boxt?

Vorallem stell ich mir die Frage, wie man am besten in Deckung geht. Bspw. bei der Doppeldeckung, wie hält man seine Fäuste am besten vor's gesicht? Oder ist eine andere Haltung sinnvoller?

Habe zumindest im Internet sehr wenig zu dem Thema gefunden.

Klar ist Boxen keine spezielle Selbstverteidigungskunst, aber es hilft mit Sicherheit dennoch im Ernstfall. Ich bin sicher, dass für viele Leute Selbstverteidigung eine wichtige Motivation für's Boxen ist. Warum liest/hört man so wenig über die richtige Technik für den Ernstfall (ohne Handschuhe)? Klar gibt es viele Kampfkünste die auch Griffe, Bodenkampf und Entwaffnung versuchen zu lehren, aber was kann man im Bereich des Boxens anwenden?
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Alt 25.07.2011, 09:02
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Registriert seit: 04.05.2007
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Beiträge: 433
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Hi,

der überwiegende Teil der User dieses Forums sind Sportler und keine Straßenschläger. Für sie ist Boxen ein Sport, sie trainieren darauf, im fairen Wettkampf nach festgelegten Regeln einen Gegner zu besiegen. Zur Ausrüstung eines Boxers zählen daher auch Bandagen und Boxhandschuhe. Dies dient dazu, dass sich die Boxer nicht verletzen - weder der "Schläger" an den Händen, noch der "Getroffene" im Gesicht. Zum Thema "Doppeldeckung" kannst Du in einem unserer Workshops einen Beitrag finden, der sich aber natürlich auch nur auf das Boxen im Ring und auf keine Straßenschlägerei bezieht.

Natürlich wird sich ein gut ausgebildeter Boxer bei einer Wirtshausschlägerei gut verteidigen können, doch auch hier gilt für Boxer der Ehrenkodex "angemessen" zu reagieren, sprich: bei einem erkennbar unterlegenen Aggressor nicht zu hart zuzuschlagen. Im Straßenkampf existieren keinen Regeln, da ist alles erlaubt, boxen, treten, kratzen, spucken, Schläge mit der Handkante/dem Ellbogen und im Extremfall auch Waffen. Das alles hat aber nichts mit sportlichen Boxen zu tun.

Gruß Limette
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  #3 (permalink)  
Alt 25.07.2011, 11:21
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Beiträge: 4
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Ich dachte mir schon, dass ich zu direkt gefragt habe. Aber wie schon gesagt geht es um's Thema Selbstverteidigung.
Es ist klar, dass der überwiegende Teil der Boxer Sportler und keine Straßenschläger sind. Aber ich gehe davon aus, dass der überwiegende Teil der Boxer auch mit einer Kampfsportart begonnen hat, um sich selbstsicherer zu fühlen. Warum also solche Aspekte ignorieren?

Es bleibt einem manchmal keine Wahl. Mir persönlich ist es nie zu einer Eskalation gekommen, aber es stand schon ein paar mal sehr kurz davor. Wenn es nun zu einem Kampf käme, warum sollte man sein sportliches Wissen nicht zweckmäßig zur Verteidigung einsetzen können? Wenn mir keine Wahl gelassen wird und ich alles zur Deeskalation getan habe?

Wie die Doppeldeckung funktioniert mit Handschuhen ist auch klar. Eben weil es ohne Handschuhe ganz anders aussieht frage ich nach.
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  #4 (permalink)  
Alt 25.07.2011, 12:54
Benutzerbild von Limette
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Registriert seit: 04.05.2007
Ort: Rheinland
Beiträge: 433
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Hi,

natürlich wird durch Boxen auch das Selbstbewusstsein gestärkt, sich im Ernstfall besser verteidigen zu können. Ich denke aber, dass dieser Aspekt bei den Sportlern eher eine untergeordnete Rolle spielt.

Boxen - und damit meine ich den gesamten Trainingsplan - macht körperlich rundum fit - Kraft, Koordination, Beweglichkeit, Ausdauer ist gefragt. Man lernt Regeln einzuhalten und seine Mitmenschen - seien es nun Kollegen, Sparringspartner, Verwandte und Bekannte - zu respektieren. Man lernt also soziales Verhalten und wird zu Selbstkontrolle, Mut, Disziplin, Willenskraft, Widerstandskraft und Verantwortungsbewusstsein erzogen. Kurzum, man lernt all das, was im Straßenkampf keine Rolle spielt!

Ob man bei der Doppeldeckung nun Handschuhe trägt oder nicht, ist schnurzegal - die Arm-/Fausthaltung ist die Gleiche. Das Problem ist doch, sich aus der Doppeldeckung wieder herauszuwinden. Wie dies "sauber" geht, ist in einem unserer Workshop-Beiträge beschrieben. Und ob man sich nun aus der Ringecke oder einer Zimmerecke befreit, ob man an den Seilen steht oder an einer Wand - das ist im Endeffekt auch egal - nur im Boxsport muss es fair bzw. regelkonform zugehen.

Gruß Limette
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  #5 (permalink)  
Alt 29.07.2011, 15:41
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Registriert seit: 27.11.2007
Beiträge: 69
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Hi Andman,

ganz im Ernst, ich denke es gibt Systeme, die vielleicht besser geeignet sind, wenn es dir speziell ums Thema Selbstverteidigung geht. Boxen ist halt in erster Linie ein sportlicher Zweikampf. Dinge wie Deeskalation und Szenariotraining gibt es nicht.

Dennoch bildet Boxen, meiner Meinung nach, eine gute Grundlage. Dasselbe gilt für mich z.B. auch fürs Ringen.
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