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  #1 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 21:20
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Beiträge: 18
Standard Nehmerfähigkeiten trainieren?

Hey Sportsfreunde,

ich würde gerne mal wissen ob die Boxer auch ihre Nehmerfähigkeiten trainieren und wie sie dabei vorgehen?
Ich weiß das man eine starke Nackenmuskulatur haben sollte, jedoch denke ich nicht das es alles ist was trainiert wird um mehr einstecken zu können.

Danke im vorraus für die Antworten
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  #2 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 23:22
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Registriert seit: 17.01.2011
Beiträge: 169
Standard

Also in Europa wird sowas glaub ich nicht trainiert, aber die amerikaner hauen sich, wenn man dem amerikanischen Medien glauben schenken darf, Medizinbälle auf den Bauch, und Mexikaner nehmen kleine Holzstäbchen mit denen sie die angespannte Bauchmuskukatur traktieren.

Der Sinn dieser 'Übungen' erschliesst sich mir nicht, es ist wohl eher etwas um Kraft zu demonstrieren.

In Europa legt man anscheinend mehr Wert darauf Beinarbeit und Deckung entsprechend zu schulen, so dass man nicht auf extreme Nehmerfähigkeiten angewiesen ist. Erscheint mir etwas eleganter.

Der ältere Ali hat sich angeblich im Sparring regelrecht ohne Gegenwehr verhauen lassen um sich daran 'zu gewöhnen' Schläge zu kassieren. Auch fragwürdig.

Ich glaube 'Nehmerfähigkeiten' haben 1. viel mit Psychologie zu tun und sind 2. körperlich nicht methodisch trainierbar. (damit meine ich nicht das man die Muskeln nicht kräftigen kann, und dadurch der Körper bei richtigem training sicherlich weniger anfällig wird, sondern insgesamt 'stabiler') aber wie will ich den Erfolg bzgl 'Nehmerfähigkeitn' 'prüfen' ? Also Nehmerfähigkeitstrainingsmethoden sind mir unbekannt.

Wäre aber ne interessante Doktoratbeit: Trainierbarkeit der Nehmerfähigkeit - eine Praxis-Studie.

Und dann wird Gruppe a mit Hämmern der Kopf bearbeitet und die Placebo gruppe b bekommt nur stoff hammer. Danach kommen die Probanden vor ein 'Normschlaggerät' dass denen dann einen definierten Schlag versetzt, vor dem Training ermittelt man dann die individuelle KO Schwelle(durch stetiges erhöhen der Schlaghärte) und die KO Schwelle nach absolviertem Training. die Studie führt man dann mit 100 Studenten durch und untersucht das ergebnis darauf ob sich ein statistischer Zusammenhang für den Erfolg der Trainingsmethode belegen lässt...

Die Schlussfolgerung ist dann: Die Studenten sind leider alle geschädigt und man muss für den Volkwirtschaftlichen Schaden der durch den ausfall von 100 akademikern entstanden ist, begleichen.

ich glaub ich hatte heute nen Clown zum Frühstück.

zurück zum thema: Geh in einen Verein und lerne Beinarbeit und Verteidigung von einem Trainer, dann brauchst du keine 'Nehmerfähigkeiten' - alles andere ist ungesund - nur schlechte Boxer verteidigen mit dem Kinn.
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  #3 (permalink)  
Alt 16.03.2011, 00:53
Benutzerbild von Anfänger
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Zitat:
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zurück zum thema: Geh in einen Verein und lerne Beinarbeit und Verteidigung von einem Trainer, dann brauchst du keine 'Nehmerfähigkeiten' - alles andere ist ungesund - nur schlechte Boxer verteidigen mit dem Kinn.

Vom Grundsatz gebe ich dir recht, scientist.

Ich bin der Meinung, dass man Nehmerfähigkeiten trainieren kann. Ob man es muss lasse ich dahingestellt.ich selber mache immer mal wieder Sparing mit sehr Schlagstarken Gegnern, auch gerne ein oder zwei Gewichtsklassen höher.

Durch dieses Training tritt irgendwo schon eine Gewöhnung ein. ob diese nun psychisch oder physisch ist, das kann ich auch nicht wirklich sagen.

Anders ist es bei Körpertreffern. wenn man trainiert ist und eine gute Kondition hat, dann kann man auch einen guten Leberhaken wegpacken.
Da entwickelt sich meiner Meinung schon eine Gewisse Abhärtung.

Wichtig finde ich z.B. dass "ängstliche" Boxer durch Schlagstarke Vereinskameraden im Sparring mit dosierter Härte lernen, auch härtere Treffer einzustecken. Dann wundern sich die "ängstlichen" Boxer im Kampf, dass der Gegner keinen "Punch" hat.

ZumThema: Der Rote steckt den einfach weg:


YouTube - Nehmen von einem Volltreffer
__________________
Wenn Du davon träumst mich schlagen zu können, sollltest Du ganz schnell wachwerden....Denn sonst könnte dieser Boxkampf dein größter Alptraum werden


Meine Bilanz vor meiner Krankheit 2003: 197 Kämpfe W:179; D: 11; L: 7

Meine Bilanz seit 2008: 3 Kämpfe W:1 D:0 L:3 (2 Aufgabe, 1 RSC)





http://www.youtube.com/watch?v=71WJ3...eature=related

http://www.youtube.com/watch?v=JZpuMJ6mzY8

Geändert von Anfänger (16.03.2011 um 00:56 Uhr).
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  #4 (permalink)  
Alt 16.03.2011, 04:49
Benutzerbild von Josef Riehl
Moderator
 
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Beiträge: 1.093
Ausrufezeichen

Guten Morgen, die Fähigkeit "Schläge zu nehmen" ist sicher nur gering trainierbar!!!!!!
Treffer zum Körper summieren sich und dann kommt ein verhältnismässiger harmloser Schlag zum Plexus oder auch der Leber und das war es dann! Zum Kopf kann ich ebenfalls ganz sicher keine Schläge einfach wegstecken,wenn sie hart zum Kinnbereich links oder rechts kommen und genau auf die Kinnspitze ist auch nicht von Vorteil!!
Der/die Boxer/in verfügt über ein Schmerzempfinden so wie jeder andere Mensch auch,jedoch kommt bei uns ein "Gewöhnungseffekt" hinzu! Da kommt es wieder auf die physische, wie auf die psychische Verfassung drauf an!!!!!! Bin ich körperlich gut beisammen(Kondition,Muskulatur),dann bin ich physisch gut belastbar,kann Schläge zum Körper und Kopf besser wegstecken! Zum Kopf jedoch, da gibt es Probleme,sobald rund ums Kinn,oder genau am Kinn getroffen wird !
Den wichtigsten Punkt dürft ihr nicht vergessenie Psyche,der leistungsbegrenzende Faktor!
Werde ich getroffen,ist immer das subjektive Empfinden und Denken entscheidend!
Bekomme ich einen Kopftreffer:"War das alles",beim Körpertreffer:Warum schlägt der nicht härter"!! Das sind nur kleine Beispiele! Es tritt ja sicher ein "Gewöhnungseffekt" mit der Zeit ein, jedoch bei Treffern genau auf die entscheidenden Punkte wie Plexus,Leber oder Kinn,wird es "sehr schwer sein, weiterhin zu lächeln"!

MfG
Josef

Geändert von Josef Riehl (17.03.2011 um 17:45 Uhr).
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