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  #1 (permalink)  
Alt 23.02.2011, 12:35
Benutzerbild von supertom
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Registriert seit: 22.02.2010
Ort: Dortmund
Beiträge: 80
Standard Wie den Jab stärken?

Hallo Leute!

gibt es n Training um die Führhand (Jab) speziell zu trainieren und zu verbessern? Ich will das da mehr Wumm hinter ist. Die anderen Schläge funktionieren gut aber der Jab ist schwach. Ideen?
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  #2 (permalink)  
Alt 23.02.2011, 14:48
Benutzerbild von Josef Riehl
Moderator
 
Registriert seit: 20.04.2008
Ort: 78467 Konstanz
Beiträge: 1.093
Daumen hoch Wie den Jab stärken!

Hallo,
achte darauf,dass Deine Fussspitzen in Schlagrichtung sind und lasse das ganze Körperwicht
für einen kurzen Moment,eben im Moment der Schlagbewegung,auf dem vorderen Bein!
Strecke auch für diesen Moment Dein Becken in Schlagrichtung,man wird Dich dafür zwar hassen,aber das kann Dir egal sein!!!!Aber schliesse die Faust,sonst verletzt Du Dich sicher!!!!

MfG
Josef
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  #3 (permalink)  
Alt 23.02.2011, 17:03
Benutzerbild von supertom
Benutzer
 
Registriert seit: 22.02.2010
Ort: Dortmund
Beiträge: 80
Standard

Hört sich gut an werde ich gleich mal am Boxsack testen Gibt es sonst noch Möglichkeiten die Explosivität zu steigern? So bekomm ich ja theoretisch auch mehr Wumm rein oder?
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  #4 (permalink)  
Alt 23.02.2011, 17:42
Benutzerbild von Josef Riehl
Moderator
 
Registriert seit: 20.04.2008
Ort: 78467 Konstanz
Beiträge: 1.093
Lächeln

Hallo, die Explosivität ist mit der Schnellkraft und der Schnelligkeit zu verbessern! Diese wiederum sind abhängig von der Maximalkraft, das bedeutet,dass Du zuerst die Maximalkraft verbessern musst durch planmässiges systematisches Krafttraining und dann bist Du auf dem richtigen Wege! Schaue in den Trainingsmittelkatalog DDR der bei uns im Forum existiert!!!
Da hast Du alles systematisch aufgeführt mit Übungen und Belastungsvorgaben mit Pausen.
Wichtig ist aber auch die spezielle Ausführung des Schlages:Schritt mit dem vorderen Bein,Auftreten mit dem Ballen,schlagen der FH mit gleichzeitigem Vorschieben des Beckens auf der vorderen Seite!!!!!
Du hast ganz sicher so 20-30% mehr Kraft in Deinem Schlag, ganz sicher!!!

MfG
Josef
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  #5 (permalink)  
Alt 23.02.2011, 19:37
Benutzerbild von R.Gers
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Registriert seit: 03.01.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 33
Blinzeln Auf die Bewegung des ganzen Körpers kommt es an!

Wenn der Stoß "nur" aus dem Arm kommt, fehlt meist die Dynamik. Es kommt also entscheidend darauf an, den Körper und die Beinarbeit mit dem Schlag zu harmonisieren. Aus der Physik wissen wir, dass Kraft aus Masse x Beschleunigung entsteht. Die Armmuskulatur sorgt folgerichtig für schnelle Streckung und Stabilität des Schlages, der Körper/die Beine sorgt für Beschleuniging und Stoßkraft.

Übung: Strecke den Arm und stabilisiere ihn vor dem Boxgerät mit einem Abstand von 30 - 50cm, nur setzte einen Schritt und drehe Körper und Hüfte schnellkräftig ein, ohne den Arm zu bewegen. Achte darauf, dass der Schritt mit Auftreffen auf das Ziel vollständig abgeschlossen ist.

Hierbei wird Dir deutlich, welchen Anteil die richtige und dynamische Körperbewegung/Beinarbeit hat.

Gerade Anfänger schlagen oft nur aus dem Arm, und/oder Schultergelenk, haben dann nur geringe Wirkung im Ziel und sind bei der Überbrückung von Distanzen uneffektiv und viel zu langsam.

Konzentriere Dich auf die Bewegung und Beinarbeit (ein Schritt, ein Schlag) dann schlägt das "Ding" richtig ein.
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  #6 (permalink)  
Alt 24.02.2011, 00:08
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2011
Beiträge: 169
Standard

Zitat:
Zitat von R.Gers Beitrag anzeigen

Übung: Strecke den Arm und stabilisiere ihn vor dem Boxgerät mit einem Abstand von 30 - 50cm, nur setzte einen Schritt und drehe Körper und Hüfte schnellkräftig ein, ohne den Arm zu bewegen. Achte darauf, dass der Schritt mit Auftreffen auf das Ziel vollständig abgeschlossen ist.

Hierbei wird Dir deutlich, welchen Anteil die richtige und dynamische Körperbewegung/Beinarbeit hat.
Das ist eine tolle Lehrreiche Übung, das muss ich beim nächsten Training direkt ausprobieren!!!

Physikalisch beleuchtet spielt der Bodenkontakt die entscheidende Rolle. Denn wie schon erwähnt enstammt die 'Kraft' des Schlages nicht dem Arm, sondern aus der Wechselwirkung mit dem Fußboden, wenn man die FH so ausführt. Der Arm braucht eigentlich Kraft um nicht wie eine Lanze abzuknicken. Also die Streckunf im Moment des Auftreffens zu halten. Die 'Hauptstoßkraft' kommt jedoch aus dem hinteren Bein, das über die Haftreibung mit dem Boden wechselwirkt. Wer sich das jetzt nicht ganz vorstellen kann, der stelle sich vor er stünde auf dem Eis und versucht nun zu schlagen, man kann sich nicht vom boden abdrücken, und der schlag kommt so nur aus dem arm. In diesem Fall ist die Reibung mit dem Boden gleich null, und so auch die wechselwirkung nicht vorhanden, und die ist genau das entscheidende hier.

Und da die Kraft im wesentlich aus den Beinen kommt und nicht aus den Armen, ist es meiner Meinung nach, taktisch sinnvoller sich eine saubere technik anzugewöhnen als sich dicke Arme anzutrainieren. Dicke Arme haben mehr Masse und die ist eben genau durch Ihre Trägheitseigenschaft definiert.

Apropos Kraft, die definition Kraft = Masse x Beschleunigung ist fürs Boxen i.d. meisten Fällen ausreichend. Allgemeiner muss man jedoch sagen, dass Kraft Impulsänderung pro Zeit ist. Die impulsänderung geschieht in den meisten fällen natürlich durch Beschleunigung. Weil ich eine komponente, nämlich die geschwindigkeit, pro zeit ändert. jedoch kann sich auch die andere Komponente ändern, nämlich die masse! Genau dies kommt bei Raketen zum Einsatz. Wer das direkt erfahren möchte, der kann wieder auf die Eisfläche gehen, ein Gewicht oder einen Partner nehmen. und einfach das Gewicht, nicht zu leicht, von sich wegdrücken. Man hat seine masse nun verringert und bewegt sich genau von dem gewicht weg. je schneller man das gewicht wegdrückt desto schneller ist die gewichtsänderung und und damit die impulsänderung und desto größer ist die beschleunigung die man erfährt.
übringens wirken hier, vorausgesetzt sei ideales eis sprich keine reibung, keine äusseren kräfte(aufgrund der mangelnden reibung auf dem eis) auf das system, so dass der gemeinsame schwerpunkt aus gewicht und versuchsperson seine position nicht verändert. Raketen werfen nun keine gewichte von sich weg, sondern verbrennungsgase, diese haben nur eine kleine masse, jedoch sind sie sehr schnell so dass die resultierende kraft sehr hoch ist. Die Rakete verliert also schnell an Masse -> erfährt eine hohe Kraft -> aus dieser resultiert wiederum die hoche Beschleunigung.

Ich bin nun ein wenig OffTopic geworden, aber vielleicht interessiert sich ja der ein oder andere für die Hintergründe... ich finde es interessant herauszufinden das 'Technik' eine Naturwissenschaftliche Grundlage hat und nicht irgendetwas mystisches ist. sportler wenden die erkenntnisse der physik oft aus erfahrung richtig an, aber ab und zu hilft eine etwas allgemeinere sichtweise jedoch um den ein oder anderen bewegungsaublauf zu optimieren, wenn man genau 'hinschaut' und erkennt, worauf es ankommt, und was wichtig ist.

Apropos, nur am Rande möchte ich bemerken, dass Jack Dempsey in seinem Lehrbuch aus den 50er Jahren den sogenannten 'Falling Step' beschreibt. Wenn ich seine 'Ergüsse' richtig interpretiere, wollte er auf genau diese Technik mit dem Körpergewicht hinaus, jedoch sind seine naturwissenschaftlichen erklärungen doch eher hanebüchen und babys die vor LKWs fallen und diese bei voller Fahrt beschädigen vielleicht doch etwas 'unglücklich' gewählt.
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  #7 (permalink)  
Alt 24.02.2011, 04:45
Benutzerbild von Josef Riehl
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Ort: 78467 Konstanz
Beiträge: 1.093
Daumen hoch

Hallo Scientist, mit einfachen Worten gesagt,ist es die kinematische Kette(Muskelschlingen) die beim Auftreffen des Schlages wieder geschlossen ist! Umso mehr Kraft(Masse u.Beschleunigung) hinter dem Schlag sind,umso härter ist der Schlag beim Auftreffen! Da ich selbst beim Schlagen einer Geraden,ob Führhand oder Schlaghand immer darauf achte,dass das Becken in dem Moment des Schlages "aufgerichtet" wird,ist da ganz gewaltige Kraft dahinter. Das Becken ist das Zentrum der Kraft (Oberkörper ist obendrauf,Beinen sind unten) und wenn das Becken das ja ständig durch den Hüftbeuger,(Illiopsoas)leicht geneigt ist,im Moment des Schlages gestreckt,bzw.aufgerichtet wird,dann ist da eine sehr grosse Kraft dahinter!Wichtig ist im Moment des Auftreffens mit der Faust,muss Bodenkontakt mit beiden Fussballen sein!!!!!!!
Einfach langsam üben,aber die Faust schliessen,da die Verletzungsgefahr beim Auftreffen der Faust ansonsten zu gross ist!!!!!!
MfG
Josef
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  #8 (permalink)  
Alt 24.02.2011, 10:10
Erfahrener Benutzer
 
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Beiträge: 169
Standard

Hallo,
ich habe das mit dem Becken aufrichten schon vor längerer Zeit mit der rechten Hand im Rückwärtsgang ausprobiert:

Rückschrit mit dem rechten Bein rechte Schlaghand, dabei wie beschrieben Körperspannung aufbauen und die richtige Distanz haben. Es geht einem ein 'wow' durch den ganzen Körper.

Sollte der Gegner auf einen zukommen und da 'reinlaufen', vor allem wenn er nicht damit rechnet dass der Schlag im Rückwärtsgang so effizient sein kann...
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