Hallo Viktor,
Beim Boxen bestimmt die Leistungsfähigkeit:die Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer,Koordination,Psyche und deren Unterformen wie Explosivkraft,Schnelligkeits-und Kraftausdauer.Der Schlag wird immer mit dem Einsatz des ganzen Körpers ausgeführt, sodass alle Hauptmuskeln des Körpers beteiligt sind. Bei den Armmuskeln,gerade Schläge der M.triceps brachii,bei Seitwärts-oder Aufwärtshaken sind es die Armbeuger,M.biceps brachii,
M.brachialis und der M.brachioradialis. Für das nötige Vorbringen des Oberarmes die Muskeln M.pectoralis major und der M.deltoideus. Für das Vorhalten der Führhand der M.deltoideus und die Armbeuger. Zur Schlagunterstützung und aber auch zum Abfangen von Schlägen sind für den Boxer eine kräftige Rückenmuskulatur und vor allen Dingen eine gute Bauchmuskulatur unbedingt nötig. Leider wird die Rumpfmuskulatur,(Bauch-Rücken), oft mit unfunktionelle Übungen trainiert, sodass die Karriere des Boxers häufig unterbrochen oder zum Teil sogar vorzeitig endet.Belastungen der WS sind im Boxsport nicht so stark, dass sie geschädigt wird,bei vielen anderen Sportarten ist sie weitaus grösser.
Die Beinmuskulatur ist auch sehr wichtig,weil der Schlag mit dem Abdruck des Fusses beginnt und in den geschlossenen Fäusten endet.Besonders zu erwähnen wären die Hüft-und Kniestrecker,(M.glutaeus maximus,Mm.ischiocrurales) und die Bein-oder Kniestrecker(quadriceps femoris) und die Fussflexoren (triceps surae).
Verletzungen im olympischen Boxen (Amateurboxen) sind Hämatome im Bereich der Augen, Nase evtl., meistens nur Nasenbluten, Verletzungen an den Ellenbogen evtl.Distorsionen,
bei schlechter Fausthaltung Distorsion oder im Extremfall Luxationen des Daumens oder des Handgelenks. Diese Verletzungen sind jedoch nicht so häufig wie in anderen Sportarten, Boxen liegt bei den Versicherern an 13.Stelle. Kontusionen gibt es häufiger, aber meistens nur im Training, wo die meisten Verletzungen passieren.Wenn die Vereins-Trainer besser bei den Aus-bzw.Fortbildungen aufpassen würden, wären die Zahl der verletzten Sportler viel weniger. Verletzungen bzw. Schäden werden bei unserem Sport hervorgerufen durch unfunktionelle Übungen in der Gymnastik und beim Krafttraining. Zu der Gymnastik zähle ich das Dehnen,Bauchtraining und das sogenannte Aufwärmen. Aber da möchte ich Dir nichts über diese Grobmotoriker schreiben, das würde Seiten füllen.
Über Schädigungen beim Gehirn gibt es ja einige Untersuchungen, gerade in England bei Amateurboxern. Da war nichts, nicht kein Hirn, sondern kein pathologischer Befund.
Falls Du sonst noch Fragen hast, jederzeit. Am besten schicke mir eine Private Nachricht.
Vergiss nie:Es gibt viele *****en auf der Welt, die wenigsten davon haben geboxt !!!!
Mfg
Josef Riehl
Trainer für Sportrehabilitation und
Prävention
Sonst ist Boxen die edle Kunst der Selbstverteidigung!!!