
23.02.2009, 15:06
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Wieviel Kämpfe bestreitet ihr pro Jahr?
Hallo,
da ich gerade das erste Mal in der Vereinsgeschichte ein Mädel in den Ring "geschickt" habe, würde mich interessieren, wie bei euch bisher die Aktivenkarriere verlaufen ist.
a) Wie weit fahrt ihr, um Kämpfe zu bekommen?
b) Wieviele Kämpfe bestreitet ihr pro Jahr?
c) Wie sind eure Erfahrungen der ersten Kämpfe.
Letzteres interessiert mich, da meine Kämpferin in ihrem ersten Kampf regelrecht überrannt worden ist und von ihrer wilden Gegnerin zum Abbruch des Kampfes in der ersten Runde gezwungen wurde.
Sie trainiert nach der Niederlage zwar fleissig weiter; dennoch habe ich Bedenken bezüglich des nächsten Kampfes.
Danke schonmal vorab für eure Rückmeldung.
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23.02.2009, 18:20
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Hallo BCGütersloh,
also ich würde überall hin fahren um kämpfen zu können  aber mein trainer meldet uns so ungefähr in einem umkreis von 100 km  das führte dazu,dass ich im letzten jahr nur 2 kämpfe bestreiten konnte,dazu muss ich sagen,dass ich aber öfter eine gegnerin gehabt hätte,dann aber kurzfristig aus welchem grund auch immer abgesagt wurde....
so,zum meinem ersten kampf,erinnert mich an das,was du gerade über deine boxerin geschrieben hast.meine gegnerin ist wie wild auf mich zugekommen, windmühlenartig durch die gegend geschlagen bis dann in der dritten runde abgebrochen wurde  hab dann auch wie eine blöde weitertrainiert weil ich unbedingt auch mal gewinnen wollte,hatte zwischenzeitlich dann ein paar hänger wo ich dachte,dass ich im nächsten kampf sowieso wieder verlieren würde naja wie das halt so ist....
mein zweiter kampf war dann bei den landesmeisterschaften,ich würde sagen,dass ich schon mit einer größeren aggressivität in den kampf ging weil ich mich wieder auf jemanden einstellte der einfach nur wie wild durch den ring fegt ohne sinn und verstand durch die gegend schlägt aber diesmal war es,wenn man das überhaupt bei anfängern sagen kann,ein sehr schöner "technikkampf" den ich dann auch gewonnen hatte  man hab ich mich gefreut 
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23.02.2009, 20:59
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Hallo Botox,
vielen Dank ersteinmal für deine rasche Antwort. Gut zu hören, dass es dir ähnlich ergangen ist.
... das mit den 100 km ist auch meine Schmerzgrenze als Trainer; es müssen neben den beiden Mädels ja auch noch 12 Jungs zu Wettkämpfen gefahren werden.
Der Boxring Bremerhafen wirbt ja immer mit Frauenboxturnieren, aber leider ist das nen ganz schöner Ritt bis dahin. Und mit 2 14 jährigen Mädels möchte ich als Trainer auch ungern irgendwo gemeinsam übernachten.
Es ist sowieso manchmal als Mann schwer in bestimmten Situationen (Brustprotektor kaufen, Tiefschutzfrage klären etc. ) korrekt zu handeln.
Werde mir aber Mühe geben, dass die Mädels am Ball bleiben.
Gruß Felix
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28.02.2009, 01:18
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Zitat:
Zitat von BCGütersloh
Hallo,
da ich gerade das erste Mal in der Vereinsgeschichte ein Mädel in den Ring "geschickt" habe, würde mich interessieren, wie bei euch bisher die Aktivenkarriere verlaufen ist.
a) Wie weit fahrt ihr, um Kämpfe zu bekommen?
b) Wieviele Kämpfe bestreitet ihr pro Jahr?
c) Wie sind eure Erfahrungen der ersten Kämpfe.
Letzteres interessiert mich, da meine Kämpferin in ihrem ersten Kampf regelrecht überrannt worden ist und von ihrer wilden Gegnerin zum Abbruch des Kampfes in der ersten Runde gezwungen wurde.
Sie trainiert nach der Niederlage zwar fleissig weiter; dennoch habe ich Bedenken bezüglich des nächsten Kampfes.
Danke schonmal vorab für eure Rückmeldung.
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Ja, also das ist so eine Sache. Weiter als 100 km würde ich nicht fahren, es sei denn, dass gleich 3-4 von uns Boxen, was jedoch aufgrund der vielen kurzfristigen Absagen sehr selten der Fall ist. Noch ärgerlicher wird es natürlich, wenn man erst vor Ort von der Absage hört und ohne Kampf nach Hause fährt.
Zum überrannt werden: das ist so eine Unart bei den ersten Kämpfen, das die einen sich irgendwie nichts trauen und die anderen voller Adrenalin wild um sich schlagen und durch brachiale Gewalt zum Sieg kommen. Das ist natürlich nicht schön.
Wenn es geht, sollte man Anfänger im Sparring auf solche Situationen vorbereiten. Denn meist wirft der Gegner nach dem Gongschlag alle mit dem Trainer besprochene Taktik über Bord und läuft kopflos auf einen los und der eigene Boxer muss sich eigentlich „nur“ rausdrehen und kann dann relativ ungehindert angreifen. Aber alle Theorie nutzt im Ring nichts, wenn der eigene Boxer zu eingeschüchtert ist.
Wie gesagt, sollte man typische Anfängerkämpfe im Sparring üben. Die Haken sind sowieso meist Innenhände, so dass man sie dem eigenen Boxer für den Anfang ganz verbieten sollte.
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28.02.2009, 09:42
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... das mit dem Rausdrehen haben wir vorher häufig im bedingten Sparring trainiert, aber im Ring ist es dann zu einem Schlagabtausch gekommen ohne Seitbewegungen oder Ähnliches.
Naja, ich denke es wird noch ein paar Kämpfe dauern, bis die Technik über die Gewalt siegt.
Aber wir arbeiten daran.....
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05.03.2009, 16:26
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Zitat:
Zitat von WABV
Ja, also das ist so eine Sache. Weiter als 100 km würde ich nicht fahren, es sei denn, dass gleich 3-4 von uns Boxen, was jedoch aufgrund der vielen kurzfristigen Absagen sehr selten der Fall ist. Noch ärgerlicher wird es natürlich, wenn man erst vor Ort von der Absage hört und ohne Kampf nach Hause fährt.
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ja das hatte ich ein paar mal,dass vor ort abgesagt wurde,das ärgert einen richtig weil ich extra noch gewicht gemacht hatte usw....also mein trainer fährt auch für einen so weit,da ist er wirklich motiviert,dass wir kämpfen können...
Zitat:
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Zum überrannt werden: das ist so eine Unart bei den ersten Kämpfen, das die einen sich irgendwie nichts trauen und die anderen voller Adrenalin wild um sich schlagen und durch brachiale Gewalt zum Sieg kommen. Das ist natürlich nicht schön.
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bei mir war da eher das konditionsproblem,getraut hatte ich mich aber ich muss sagen meine gegnerin hatte wenn auch sonst nichts,eine gute kondition und mir fehlte einfach die luft gegen soviel antrieb anzukommen
Zitat:
Wenn es geht, sollte man Anfänger im Sparring auf solche Situationen vorbereiten. Denn meist wirft der Gegner nach dem Gongschlag alle mit dem Trainer besprochene Taktik über Bord und läuft kopflos auf einen los und der eigene Boxer muss sich eigentlich „nur“ rausdrehen und kann dann relativ ungehindert angreifen. Aber alle Theorie nutzt im Ring nichts, wenn der eigene Boxer zu eingeschüchtert ist.
Wie gesagt, sollte man typische Anfängerkämpfe im Sparring üben. Die Haken sind sowieso meist Innenhände, so dass man sie dem eigenen Boxer für den Anfang ganz verbieten sollte.
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das rausdrehen hatte ich vorher leider nicht geübt...und selbst wenn,wär es mit sicherheit auch nicht gelungen weil ich rechtsauslegerin bin und meine gegnerin das auch war und ich nie gegen einen anderen rechtsausleger gesparrt habe aber ich denke sowas kommt auch eher selten vor?!
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06.03.2009, 00:22
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Zitat:
Zitat von Botox
bei mir war da eher das konditionsproblem,getraut hatte ich mich aber ich muss sagen meine gegnerin hatte wenn auch sonst nichts,eine gute kondition und mir fehlte einfach die luft gegen soviel antrieb anzukommen 
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Na ja, die Kondition war es vielleicht doch nicht. Jetzt mal ehrlich: ein Training geht 90 min lang und in diesen 90 min werden zig Übungen durchgemacht, da kann einem doch nicht die Luft für 3x2=6 Minuten fehlen? Die Sache mit der Ausdauer (nicht Kondition) ist so eine "Standardausrede". Entweder warst du mit der Situation einfach überfordert oder in der Vorbereitung ging etwas schief oder... oder... Denn ohne die nötige Ausdauer sollte man gar nicht in den Kampf gehen.
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06.03.2009, 19:38
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Zitat:
Zitat von WABV
Na ja, die Kondition war es vielleicht doch nicht. Jetzt mal ehrlich: ein Training geht 90 min lang und in diesen 90 min werden zig Übungen durchgemacht, da kann einem doch nicht die Luft für 3x2=6 Minuten fehlen? Die Sache mit der Ausdauer (nicht Kondition) ist so eine "Standardausrede". Entweder warst du mit der Situation einfach überfordert oder in der Vorbereitung ging etwas schief oder... oder... Denn ohne die nötige Ausdauer sollte man gar nicht in den Kampf gehen.
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Hallo,
Ausrede?Wofür?Im Training zieht man doch nicht 90 Minuten straff durch und steht unter einem gewissen Stress der sich auch auf den Gasaustausch bzw. die Herzleistung auswirkt!
Außerdem habe ich bemerkt, dass die Intensität im Training manchmal wesentlich geringer ist als im Wettkampf, die Jungs nehmen sich auch oft bei mir zurück...leider..
Zudem habe ich einen angeborenen Herzfehler und meine Leistungsfähigkeit hängt sehr stark von der Tagesform ab....aaaaber um es mal zu erwähnen,wurde vor kurzem operiert und denke in einem Monat wieder trainieren zu können und wenn es mir dann immernoch so vor kommt,dass meine Ausdauer an meiner schlechten Leistung schuld ist,okay dann gebe ich dir recht 
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06.03.2009, 20:23
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Zitat:
Zitat von Botox
Hallo,
Ausrede?Wofür?Im Training zieht man doch nicht 90 Minuten straff durch und steht unter einem gewissen Stress der sich auch auf den Gasaustausch bzw. die Herzleistung auswirkt!
Außerdem habe ich bemerkt, dass die Intensität im Training manchmal wesentlich geringer ist als im Wettkampf, die Jungs nehmen sich auch oft bei mir zurück...leider..
Zudem habe ich einen angeborenen Herzfehler und meine Leistungsfähigkeit hängt sehr stark von der Tagesform ab....aaaaber um es mal zu erwähnen,wurde vor kurzem operiert und denke in einem Monat wieder trainieren zu können und wenn es mir dann immernoch so vor kommt,dass meine Ausdauer an meiner schlechten Leistung schuld ist,okay dann gebe ich dir recht 
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"Ausrede" dir selber gegenüber. Ich hatte auch mal einen Kampf verloren und habe mir eine Ausrede zusammengebastelt. Erst etwas später wurde mir bewusst, dass meine Erklärung eine Ausrede war und ich einfach schlecht vorbereitet in den Kampf ging. Ob ich mit besserer Vorbereitung gewonnen hätte, ist eine andere Frage.
Man kann natürlich nicht per se jeden Kampf einfach mal so gewinnen, aber ohne entsprechende Ausdauer sollte man nicht in den Ring. Im Training kann man das auch durchaus simulieren, z. B. 3 Runden Wettkampfsparring, danach eine kurze Pause und dann wieder 3 Runden Wettkampfsparring. Als Trainer kann man dann in etwa abschätzen, wo der Boxer steht.
Als Frau hast du es natürlich schwierig, passende Sparringsgegner zu finden. Doch man kann auch durch entsprechende Arbeit am Sandsack die Ausdauer des Boxers/der Boxerin prüfen.
Aber wir weichen hier ein wenig vom eigentlichen Thema ab...
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